Die Landschaften 

Das mit 55 Gemälden präsentierte Landschaftsthema repräsentiert die andere Seite von Klimts Produktion: Dem Gemälde des erotischen Antriebs steht eine fast einleitende Suche nach kosmischer Harmonie gegenüber.

Klimt beschäftigt sich erst in seinen Reifejahren mit der Landschaftsmalerei, in den Sommern, die er von 1900 bis 1916 in Begleitung von Emilie Flöge in der ruhigen Seelandschaft des Attersees verbringt. Es gibt 55 Gemälde, von denen unter den Tausenden von Skizzen des Künstlers keine Spur zu sehen ist: Klimt arbeitet im Freien, pflanzt die Staffelei in die Bäume oder auf ein Boot und vervollständigt sie später in seinem Wiener Atelier. Die Bilder sind sehr weit vom impressionistischen Ansatz entfernt: Es gibt keine Feier der Natur durch die Wirkung von Licht oder die Suche nach Bewegung.

Im Gegenteil, er tendiert dazu, eine Art Zeitunterbrechung zu suchen: Der Vordergrund scheint sich auszudehnen, um das Bild zu füllen, dank der Lichtreflexionen auf dem Wasser, das immer fast bewegungslos dargestellt wird, oder den Vertikalen der Bäume. Diejenige, die in den Landschaften des österreichischen Künstlers zum Ausdruck kommt, ist eine Suche nach Harmonie, aber die hier vorgeschlagene Harmonie ist eher esoterischer Natur: Sie scheint dem Spiel von Licht und Schatten, dem Vergehen der Jahreszeiten, zu entgehen und verbergen unter seinen Pinselstrichen der Farbe fast ein Rätsel. Die Horizontlinie ist sehr hoch, die menschliche Präsenz ist ausgeschlossen und selbst die Wahl des quadratischen Formats hilft, Vorschläge für Ruhe vorzuschlagen.

Die Nähe erscheint so weit entfernt wie die Entfernung. Die Themen sind Wasser, der Wald - verstanden als Ort der Innerlichkeit von Natur und Seele - und die Vegetation, die sich reproduziert, bis sie den Raum sättigt. Bei der Auswahl einfacher Motive, bei denen die Bildqualitäten das Dargestellte überwiegen und deren Mangel an Drama zur Kontemplation einlädt, fügt sich Klimt perfekt in die Tradition der österreichischen Landschaftsmalerei ein und erkennt den Einfluss der zeitgenössischen Erfahrungen von Pointillismus und "Divisionismo" an.

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