Die Wiener Secession

Die Wiener Secession wurde nicht für einen vorsätzlichen Akt geboren: Es war der Versuch, das als statisch geltende Wiener Kunstpanorama der damaligen Zeit zu erneuern, und nur die feindselige Haltung der Konservativen, größtenteils mit Mehrheit, führte zum Bruch.

Die Wiener Kunstszene in den frühen neunziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts wird vom Kunstlerhaus monopolisiert, einem Verein, der jährlich eine Ausstellung organisiert, die von einer Jury reguliert wird, die nur Künstler zulässt, die dem offiziellen Geschmack entsprechen. Die Mitglieder der Jury schließen jeden Innovationsversuch und jeglichen Kontakt mit ausländischer Kunst aus, so dass die Wiener Malerei in einem Stil verankert bleibt, der europaweit seit über einem Jahrzehnt veraltet ist. Die Atmosphäre wird auf den Seiten eines zeitgenössischen Autors effektiv beschrieben: "Dies ist ein Friedhof [...], nein, tatsächlich ist ein Friedhof ein Ort, der Respekt hervorruft." Die Situation ist nicht mehr heilbar und kommt somit zu einer Pause. Am 3. April 1897 schickten die innovativsten Künstler unter der Leitung von Klimt einen Brief an die Präsidentschaft des Kunstlerhauses und an alle Zeitungen und kündigten die Gründung eines Verbandes österreichischer figurativer Künstler an. Die Unterzeichner argumentieren, dass das Wiener Kunstleben deprovinzialisiert und die Öffentlichkeit für die Wertschätzung moderner Kunst geschult werden muss. Die Frondisten wollen das Kunstlerhaus nicht verlassen: Sie wollen darin eine Untergruppe gründen; aber die Vertreter der Mehrheitsfraktion stimmen für ihre Ausweisung und beschließen damit die Geburt der Wiener Secession.

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